Zuchtgeschehen

Informationen zur Zucht bei der VDD Gruppe Lüneburger Heide

Internationale Jagdhundeprüfung fand in Verden statt von der VDD Gr. Lüneburger Heide

 

Verwundert werden die Autofahrer in den Tagen vom 28.09.-01.10.2016 die große Anzahl von Hundeführern beim Vorbeifahren am „Niedersachsenhof“ in Verden betrachtet haben. Es handelte sich um die Teilnehmer der internationalen Prüfung für Jagdhunde der Rasse “Deutsch Drahthaar“, der sogenannten “Hegewald Zuchtprüfung“. 

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 Sigismund Freiherr von Zedlitz und Neukirch (Pseudonym Hegewald) war einer der ersten Befürworter von Leistungsprüfungen und schuf 1892 in diesem Zuge das Deutsche Gebrauchshundestammbuch (DGStB), in dem alle Anlage- und Leistungsprüfungen eingetragen werden und das heute noch vom Jagd- gebrauchshundeverein (JGHV) geführt wird.

Die internationale Hegewald-Zuchtprüfung des Vereins Deutsch-Drahthaar trägt ihm zur Ehren seinen Namen. Die Prüfung findet einmal jährlich über ganz Deutschland verteilt statt.

Teilnehmer aus 14 Nationen (u. a. Dänemark, USA, Niederlande, Italien, Russland, Spanien, Kasachstan) waren am Start.

Die Deutsch Drahthaargruppe “Lüneburger Heide“ hatte die Organisation und Durchführung übernommen. Prüfungsleiter war Hermann Hellwinkel aus Soltau, Stellvertreter Dr. Eckhard Brunken aus Verden. Sie hatten die Prüfung mit vielen Helfern bis ins letzte Detail vorbereitet. Diese Prüfung fand von Hannover- Langenhagen bis über Stade hinaus, in den verschiedensten Feldrevieren statt. Auch am Wasser wurde geprüft. Teilnehmen können nur junge Hunde bis zu einem Alter von 1,5 Jahren. Um an dieser Prüfung teilnehmen zu können, ist die Messlatte schon recht hoch gelegt. Auf der ersten Prüfung im Frühjahr muss eine bestimmte Punktzahl erreicht werden. Außerdem müssen sie frei von verschiedenen Erbkrankheiten wie z.B. Hüftgelenksdysplasie (HD) sein. Außerdem müssen sie in Form- und Haarwert der Rasse entsprechen. Es sind insgesamt 15 Prüfungsfächer zu absolvieren.

Eine Prüfungsgruppe besteht immer aus drei Verbandsrichtern und drei Hunden. Die Richter müssen sich nach den verschiedenen Prüfungsfächern absprechen und zu einem gemeinsamen Ergebnis kommen.

Siegerin wurde die Hündin “Wenke von der Dachswiese“ mit ihrem Züchter und Führer Wilfried Steffens, Seedorf. W. Steffens wurde schon einmal mit einer Hündin aus seinem Zwinger Suchensieger und zwar mit der Mutter von Wenke. Dieses ist ein Ergebnis, daß es so noch nie in der Geschichte der “Hegewald“ gegeben hat.

Zweiter wurde “Astor vom Eichenloh“ mit der Führerin Sabine Reck aus Bremervörde. Beide gehören der Gruppe Lüneburger Heide an. Dritte wurde “Bonny vom Banndorfer Forst“ mit dem Führer Sven Bielfeldt aus Oldenburg i.H. aus der Gruppe Schleswig- Holstein. Jeder Hund hat einen Nachnamen

(eingetragener Zwingername).

Der Teilnehmer mit der weitesten Anreise per Auto, kam aus Kasachstan. Er hatte eine Strecke von ca. 5.000 Kilometern bis nach Verden zurück gelegt. Dieser Aufwand hat sich für ihn gelohnt. Er belegte den sechsten Platz von 162 erschienenen Hunden.

Der letzte Tag beginnt traditionell mit einer Hubertusmesse. Diese fand wie die anschließende Zuchtschau auf dem Rennbahngelände statt.

Die Messe wurde geleitet von Pastorin Anja Sievers aus Blender und musikalisch begleitet von den Parforcehornbläsern “bien aller“ aus Verden.

In der anschließenden Zuchtschau wurden die Hunde in den verschiedensten Gruppen (wie z.B. Familien, Vätern, Form- und Haarbewertungen) dem interessierten Fachpublikum vorgestellt.

Nach der Siegerehrung, mit vielen wertvollen Preisen gab es einen Ball bis spät in die Nacht.

Bericht: Heinrich Thalmann

Phone: (04237) 1340
Fax: (04237) 942097

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